Medizinisches Labor im MVZ im Medicum Fulda

Aufbewahrungsfristen

Nahezu alle ärztlichen Dokumente sind gemäß § 10 Abs. 3 der Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte in Hessen zehn Jahre aufzubewahren. Im Einzelnen gelten folgende Aufbewahrungsfristen (alphabetische Reihenfolge):

A

  • 10 Jahre

    Ambulantes Operieren (Aufzeichnungen und Dokumentationen)

  • 1 Jahr

    Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (Durchschrift des gelben Dreifachsatzes, Teil C)

  • 1 Jahr

    Arztakten

  • 10 Jahre

    Arztbriefe (eigene und fremde)

  • 10 Jahre

    Ärztliche Aufzeichnungen einschließlich Untersuchungsbefunde

  • 10 Jahre

    Ärztliche Behandlungsunterlagen

  • 1 Jahr

    Abrechnungsscheine bei Diskettenabrechnung

  • 10 Jahre

    Aufzeichnungen (des Arztes in seiner Kartei)

B

  • 10 Jahre

    Befunde

  • 10 Jahre

    Berichte (Überweiser und Hausarzt)

  • 10 Jahre

    Berufsunfähigkeitsgutachten

  • 3 Jahre

    Betäubungsmittel (BtM-Rezeptdurchschrift, BtM-Karteikarten, BtM-Bücher)

  • 10 Jahre

    Befundmitteilungen

  • 30 Jahre

    Behandlung mit radioaktiven Stoffen und ionisierenden Strahlen

  • Blutprodukte/Transfusionsgesetz
    • 30 Jahre

      Anwendung von Blutprodukten sowie gentechnisch hergestellten Plasmaproteinen zur Behnadlung von Hämastasestörungen

    • 15 Jahre

      Aufzeichnung über Spenderentnahmen und die Anwendung von Blutprodukten (§§ 11 Abs. 1 Satz 2 1. Variante, § 14 Abs.  3 TFG)

    • 20 Jahre

      Dokumentation über Spenderimmunisierung und Separation von Blutstammzellen und anderen Blutbestandteilen (§ 11 Abs. 1 Satz 2, 2. Variante TFG)

    • 30 Jahre

      Angaben, die für die Rückverfolgung benötigt werden (§ 11 Abs. 1 Satz 2, 3. Variante TFG und Angaben gemäß § 14 Abs. 2 TFG)

D

  • 10 Jahre

    DMP-Unterlagen

  • 15 Jahre

    Durchgangsarzt/D-Arzt-Verfahren (Ärztliche Unterlagen einschließlich Krankenblätter und Röntgenbilder)

E

  • 10 Jahre

    EEG-/EKG-Streifen

  • 1 Jahr

    Ersatzverfahren, Abrechnungsscheine

G

  • 5 Jahre

    Gesundheitsuntersuchung (Teil B des Berichtsvorsdrucks nach der Untersuchung)

  • 10 Jahre

    Gutachten über Patienten (für Krankenkasse, Versicherungen, Berufsgenossenschaften)

H

  • 10 Jahre

    H-Ärzte (Behandlungsunterlagen einschließlich Röntgenbilder)

  • 15 Jahre

    Häusliche Krankenpflege (Verordnung von) ¹

  • 10 Jahre

    Heilmittelverordnung (Verordnung von) ¹

J

  • 10 Jahre

    Jugendarbeitsschutzuntersuchung (Untersuchungsbogen)

  • 5 Jahre

    Jugendgesundheitsuntersuchung (Berichtsvordrucke, Dokumentation)

K

  • 10 Jahre

    Karteikarten (einschließlich ärztlicher Aufzeichnungen und Untersuchungsbefunde)

  • 5 Jahre

    Koloskopie (Teil B des Berichtsvorsdrucks)

  • 5 Jahre

    Kontrollkarten über interne Qualitätssicherung und Zertifikate über erfolgreiche Teilnahme an Ringversuchen

  • 10 Jahre

    Krankenhausberichte (über stationäre Behandlung) nach Abschluß der Behandlung

  • 10 Jahre

    Krankenkassenanfragen (Durchschriften)

  • 10 Jahre

    Krankenhausbehandlung (Verordnung, Krankenhauseinweisung Teil C)

  • 10 Jahre

    Krankenhausberichte

  • 10 Jahre

    Kinderfrüherkennungsuntersuchungen (ärztliche Aufzeichnungen)

  • 5 Jahre

    Krebsfrüherkennung Frauen (Berichtsvorduck Teil B)

  • 4 Quartale

    Krebsfrüherkennung Frauen (Berichtsvordruck Teil A)

  • 5 Jahre

    Krebsfrüherkennung Männer (Berichtsvordruck Teil B)

  • 4 Quartale

    Krebsfrüherkennung Männer (Berichtsvordruck Teil A)

  • L

  • 5 Jahre

    Laborqualitätssicherung (Kontrollkarten)

  • 5 Jahre

    Laborzertifikate von Ringversuchen

  • 5 Jahre

    Labor (interne Qualitätssicherung)

  • 10 Jahre

    Laborbuch/Laborbefunde

  • 10 Jahre

    Langzeit-EKG (Computerauswertung, keine Tapes)

  • 10 Jahre

    Lungenfunktionsdiagnostik (Diagramme)

N

  • 1 Jahr

    Notfallschein, Teil A (EDV-abrechnende Ärzte)

  • 10 Jahre

    Notfallschein, Teile B und C ¹

P

  • 10 Jahre

    Patientenkartei (nach der letzten Behandlung)

  • 10 Jahre

    Psychotherapie (Mitteilungen der Krankenkasse)

R

  • 2 Jahre

    Röntgen (Konstanzprüfungen und Dokumentation)

  • 10 Jahre

    Röntgendiagnostik (Röntgenaufnahmen von Patienten über 18 Jahre. Die 10-jährige Aufbewahrungsfrist beginnt erst ab dem 18. Lebensjahr bei Patienten, sodaß alle Röntgenbilder von Kindern und Jugendlichen mindestens bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres aufbewahrt werden müssen)

  • 30 Jahre

    Röntgentherapie (Aufzeichnungen)

S

  • 4 Jahre

    Sicherungsdiskette (Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung)

  • 10 Jahre

    Sonographie (Aufzeichnungen, Fotos, Prints, Disketten)

  • 4 Jahre

    Sprechstundenbedarf Lieferschein

  • 30 Jahre

    Strahlen-/Röntgenbehandlung/-therapie (Aufzeichnungen, Berechnungen nach der letzten Behandlung)

  • 10 Jahre

    Strahlen-/Röntgendiagnostik (Aufzeichnungen, Filme nach der letzten Untersuchung, auch mittels radioaktiven und ionisierenden Strahlen). Die 10-jährige Aufbewahrungsfrist beginnt erst ab dem 18. Lebensjahr der Patienten, sodaß alle Röntgenbilder von Kindern und Jugendlichen mindestens bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres aufbewahrt werden müssen.

  • 5 Jahre

    Strahlenschutzprüfung (Unterlagen)

  • 5 Jahre

    Strahlenschutz (Unterlagen über Mitarbeiterbelehrung)

T

  • 15 Jahre

    Transfusionsgesetz (siehe Blutprodukte)

U

  • 1 Jahr

    Überweisungsschein (EDV-abrechnende Ärzte, auch im Ersatzverfahren, auch Muster 7 Überweisung vor Aufnahme einer Psychotherapie)

  • 10 Jahre

    Untersuchungsbefunde

V

  • 1 Jahr

    Vertreterschein, Teil A (EDV-abrechnende Ärzte)

  • 10 Jahre

    Vertreterschein, Teile B und C ¹

Z

  • 5 Jahre

    Zertifikate von Ringversuchen

  • 10 Jahre

    Zytologie (Präparate/Befunde/statistische Zusammenfassungen)

¹ Nur aufzuheben, wenn dieser Schein die alleinige Do­ku­men­ta­tion ist und nach­fol­gend kei­ne an­de­ren Auf­be­wah­rungs­fris­ten ge­nannt sind.